Sobald von der Corona-Pandemie die Rede ist, steht unweigerlich das Wort Maske bzw. Maskenpflicht im Raum. In diesen Tagen erleben Nähgeschäfte eine selten dagewesene Hochkonjunktur und auch in meinem privaten Umfeld gibt es derzeit viele, die Nadel und Faden schwingen, um sich und andere mit sogenannten Behelfsmasken auszustatten.

Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, von einem einfachen Betongrau, über geometrische Formen bis hin zu verspielten Blumenmustern ist alles dabei. Auch viele Toomler werden in der Krise kreativ und statten neben dem Marktteam auch unsere Kunden mit einem Mund-Nasen-Schutz aus. Von den Kollegen aus Hof (Bayern) weiß ich, dass sie einen Samstag lang eine Sonderschicht eingelegt und Einwegmasken aus Zewa-Tüchern und Gummibändern hergestellt haben. Die Mitarbeiter wurden von der Oma eines Mitarbeites mit Stoffmasken ausgestattet.

Im sächsischen Schneeberg versorgt meine Kollegin Andrea das Marktteam mit Stoffmasken. Bevor sie die Masken nähen konnte, musste sie erstmal Vorarbeit leisten. Im Internet hat sie nach passenden Schnittmustern gesucht und sich für dasjenige entschieden, das ihrer Meinung nach die Gesichtspartie am besten schützt. Privat ist sie mit einer Altenpflegerin befreundet, auch mit ihr hat sie sich intensiv bezüglich der richtigen Passform ausgetauscht. Das Nähen hat sie sich selbst beigebracht. Neben Schulranzen und Handtaschen hat sie auch schon aufwendige Kostüme geschneidert.

Bevor sie die Maske mit der Nähmaschine näht, sucht sie den passenden Stoff aus. Fündig wird sie dabei in ihrem privaten Vorrat, außerdem eignet sich neue Bettwäsche aus Baumwolle sehr gut. Aus einer toom-Hose hat sie für ihre Chefin ein ganz besonderes Einzelstück angefertigt. Mittlerweile braucht sie für eine Maske nur noch etwa eine halbe Stunde, bis das erste Modell fertig war, ist eine gute Stunde vergangen. Dabei steht ihre Marktleiterin voll und ganz hinter dem kreativen Engagement ihrer Mitarbeiterin.

Besonders beeindruckt hat mich auch die Tatsache, dass unsere Geschäftsführung in der Corona-Krise insgesamt sieben Europaletten mit FFP2-Masken an die Stadt Köln gespendet hat. Diese wurden zeitnah an medizinische und städtische Einrichtungen verteilt. Warum sie das gemacht hat? Um mit diesem Beitrag dem medizinischen Personal den größten Respekt für ihren Einsatz in der aktuellen Situation zu zollen.